Sprich Freund und tritt ein
Mae govannen mellon,
Willkommen auf den Seiten meines Blogs. Meinem Johari-Fenster in die Welt und zu mir. There and back again – sozusagen. Das Blog als Spiegelfläche im Solaris-Ozean Internet. Sinn, Ziel und Zweck von all dessen habe ich – vielleicht zum Teil ein wenig verklausuliert – in meinem
Erstlingsposting auszudrücken versucht.
Das Blog steht unter dem Banner des Reisens, jedoch ohne dass ich deshalb reisen würde, es not-wendigerweise physisch wollte oder eine/n Bannerträger/in hierfür zur hand hätte. Es sind also Gedankenreisen, um die es mir geht, die angestrebt sind. Reisen, um zu verstehen, bestenfalls gar um zu groken. Das aber eher / meist nicht in Narrativen, schönen Erzählungen, gar feingeschliffenen Kurzgeschichten oder solchen mit wahrlich grokender Wucht wie der zur letzten Frage. Ich gehe den Umweg über wissenschaftliche / wissenschaftsjournalistische Artikel, die mich inhaltlich anregen, deren Inhalte ich in Beziehung zueinander setze, aus denen ich eigene Anordnungen erdenke. Diese landen dann im Blog. An denen Welteinsichten ziehe ich mich dann selber aus dem Sumpf der Uneinsicht. Auf gewisse Weise also eine internetmoderne, falls Blogs angesichts von Instagramstories noch als modern gelten dürfen, Wanderung aus der Höhle hinaus ins Licht. Das Blog als Exploration in die Welt hinaus, ohne dabei touristischen Weltfraß zu erliegen, ohne mehr als nötig und strukturell unvermeidbar in den ökologischen Fußabdrücken meiner Wanderung Sintflut zu hinterlassen.
Besagte Artikel assoziiere ich jedoch auch nur zu gerne mit den lektürischen Hobbys, den Anders- und Zukunftswelten der Fantasy und Science Fiction, errichte – noch so wacklige und windgepeitschte – Hängebrücken aus der einen in die andere Welt. Ich kommentiere – durchaus misanthropisch (eigenes Schlagwort) – das meine Welterkennen mit popkulturellen Referenzen. Dabei folgen die verschriftlichten Sätze meist mehr den Gedanken als den Worten, wie ich sie aussprechen würde. Das hat als Risiko und Nebenwirkung eine gewisse Satzlänge meist zur Folge, wo die Worte dem Gedankenstrom folgen, der selten innehält und Fixpunkte wie eine Insel der Sirenen ankersetzt.
Und ich? Dieses Ich hält sich meist zurück, spricht eher ungern von sich, sondern vorzugsweise nur durch die zwischenzeiligen Blumen der Aussagen. Kontraintuitiv ansichtig
schizoider Konstitution. Aber vielleicht ist ein Blog daher auch nur die Ausdrucksform der Wahl, es aus quasi sicherer Distanz tun zu können, mit der Welt in Beziehung zu treten, ohne ihr beängstigend nahe kommen zu müssen. Das wäre zu ergründen… In jedem Fall bin ich, um mich direkt ins Spiel zu bringen, Big Five ermessen zwar von überdurchschnittlicher Offenheit gekennzeichnet, die sich jedoch in unterdurchschnittlicher Extroversion (=Introveersion) nicht in einem (zwanghaften) Hinausdrücken in die (Push-) oder Heranziehen zur Welt (Pull-Faktor) äußert. Dem Themenneuen gegenüber offen, weltoffen (hoffentlich); nicht mittendrin statt nur dabei ist trotzdem stets eine Option, die sich freilich auch übersteigern kann, stets damit droht, dass man so noch hinter den Spielfeldrand gerät und somit ganz aus dem Mitspielen am Spiel:-( Ob das reicht, die Menschwerdung eines Affen zu schaffen? Mensch bleibt nunmal ökobio-psycho-sozial, was ausbalanciert sein will – schwer genug, da das Gleichgewicht zu halten und sich stets aufs Neue dreiinstanzlich zu modellieren.
Ich bin nichtsdestotrotz
- Mensch, was kein Ehrentitel sein muss,
- Mann, was Vor- und Nachteile hat,
- weiß, was nur durch betacarotinen Möhrensaft und Sonne Farbe bekommt,
- noch vorerst nur frühmittelalt dem Selbstgefühl nach, was unaufhaltsam fortschreitend anders wird,
- ansonsten von viel (normativ) gewollter, nicht oft genug ([un]praktisch) gekonnter und umso mehr gesuchter Identität, der es der Selbstdiagnose nach an stützendem Kommunikativem Gedächtnis mangelt, was sie amorph sein lässt. Das Sozial an ökobio-psycho-sozial, worüber Mensch wird, wer sie/er ist.
Damit bin ich Schnittpunkt sozialer Kreise, die mich dann irgendwie doch zum einzigartigen Subjekt machen. Davon zwischen den Zeilen im Blog, wobei meines Erachtens ja schon die Themenauswahl und -zusammenstellung eine genuin meine ist und somit ablesbarer Indikator für das Geprägesein des besagten Schnittpunktes. „Ein Leser durchlebt tausend Leben … Der Mensch, der nie liest, lebt nur sein eigenes. Jemand, der ich nicht bin, würde genuin anders zusammenstellen, komponieren, formulieren – und wäre vermutlich auch bedeutend schneller mit alledem zur Hand als ich….
So viel umwunden über mich<. Für Details hilft nur das Blog zu abonnieren 😛 und so zu erlesen, worum es mir geht, was mich ergo – mindestens mal mental – ausmacht. Denn Es ist nicht wichtig, was die Leute denken, wenn du kommst. Es ist wichtig, was sie denken, wenn du gehst. Allerdings wäre es ohnehin viel interessanter, bliebe das Blog kein über mich, sondern würde ein mit uns. Denn: Wenn du schnell gehen willst, geh‘ alleine; wenn du weit gehenwillst, geh‘ zusammen. Sinnspruch eines jeden Dialogischen Selbst, da und solange ein jedes Selbst ein angeeigneter Dialog ist.
LIVE LONG AND PROSPER
AD ASTRA TERRANER
Dominic
»Sarmotte«, sagte die Achiary-Stimme. »Ich erinnere mich. Du bist eine Telepathin.«
»Ja.«
»Und über welche Gaben verfügst du?«, wandte sich der Sayporaner an Toufec.
Toufec fuhr sich durch den Bart. »Ich kann überleben.«
Nicht heute.Arya Stark