Hallo Mitwelt
Aufbruch in unendliche Weiten, wo….naja…schon enorm viele Menschen gewesen sind. Nämlich alle Trekkies und die meist viel mehr als nur einmal. Und vorab gleich zur Einordnung: Trekkie bin ich nicht, wäre viel zu hoch gegriffen gemessen an insbesondere den mir zu Ohren gekommenen podcastenden Fans, die das mit so viel zeitaufwendiger Leidenschaft betreiben und hierfür die Folgen sichten und Hintergründe wälzen, um das dann Stunde um Stunde inhaltsfreudig wortreich zu präsentieren. Ich bin da bloß Star Trek-Sympathisant, der wohl – leider! – in der Jugend trotz Trekkie-Freund nie so richtig getribbelt worden ist, um aber doch den Weg zurück auf die Brücke der U.S.S Enterprise gefunden zu haben:))
Ich bin jüngst über zwei Star Trek-Dokumentationen bzw. Beiträge gestolpert, die ich je ziemlich gut fand und hier teilen möchte. Zum einen die mit Sebastian Stoppe und der Sendung Wie sich Star Trek unsere Zukunft vorstellt | #gernelernen. Hier stellt Sebastian in einer Stunde dar, was der Titel verheißt: die Zukunftsvorstellungen in Star Trek, vor allem bei Raumschiff Enterprise rund um Kirk, Spock und Pille. Zumindest sind im Grunde alle technischen Visionen von Communicator, Tricorder, Warpantrieb und Beamen hier bereits angelegt, nur das Holodeck kam so richtig erst genau wie Androide Data in The Next Generation zum Zuge und Tragen. Ab Next Gen und somit dem visionären 24. Jahrhundert nehmen die gesellschaftlichen Vorstellungen einer Zukunft Kontur an, verkörpert in Jean-Luc Picard, was beim Trek zu den Sternen mit Captain Kirks Wildwest-Cowboy-Stil zuallermeist noch zu kurz gekommen war. Mutig bezieht er auch „New Trek“ mit ein, also die Star Trek-Serien unter Alexander Kurtzmans dirigierender Oberhoheit ab 2017 mit den Serien ab DISCOVERY und Folgende. Sebastian richtet sich zwar an Schüler*innen und nicht gestandene, altgediente Trekkies, da ich ein solcher jedoch selber eh nicht bin… Kurz zu hören ist Sebastian ebenfalls bei DLF-Sein und Streit zum Thema Das Wir in der Science-Fiction – Sternenflotte oder Borg-Kollektiv?
Die zweite Sendung ist eine ZDFinfo-Doku, aus den USA importiert und zu Ehren von 50 Jahren Star Trek – ein Jubiläum, das auch schon wieder fast fünf Jahre her ist (08.09.1966 DER START) und ergo 2016 gefeiert wurde: Building Star Trek – Die Erfolgsgeschichte einer Serie in 87 Minuten. Skurril, dass die Doku immer noch abrufbar ist, das zu tun lohnt sich aber. Im besten Stile der Science Fiction-Propheten und passend zu Sebastians Vortrag werden Star Treks Visionen und das wissenschaftlich-technisch heute Mögliche gematcht. Drollig, dass man damals – 2016;-) – sich Smartphones als eine Art Tricorder noch gar nicht so recht vorstellen konnte. Passende Apps und das ein oder andere Gadges und man hat heutzutage für manche medizinale Anwendung ein nützliches Gerät zur hand – genau wie Pille McCoy! Vorgestellt wird vergangenes Star Trek und gegenwärtige Technik entlang von Requisiten, die für eine Jubiläumsausstellung in Washington mühsam zusammengesucht werden mussten. Zumeist nämlich wurden die Requisiten und darunter selbst die heute berühmtesten, nach Beenddigung der nur drei Staffeln kurzen Raumschiff Enterprise-Serie ausrangiert, weggeworfen oder von Fans ins private gerettet. Da ginge man heute merchandisbewusster an die Sache ran und würde das marketinggeschickter an die Fans bringen. Besagte Trek-Veteran*innen werden ggf. sogar auf der Ausstellung gewesen sein, in jedem Fall wissen, was alles präsentiert worden ist.
Jetzt mag eine Doku von vor 5 Jahren zu einem längst gefeierten Jubiläum obsolet ercheinen und es vielleicht auch sein. Aber – und das ist der Dreh – 2016 bin ich überhaupt erst im Kielwasser des medial mitbegangenen Jubiläums zurückgekehrt zu Star Trek. Schlagartig abgeholt und warpantriebsflugs wieder eingeflogen hat mich exakt dieser Beitrag: 50 Jahre Star Trek – Ein Spiegel gesellschaftlicher Realitäten. Noch genauer hat mich CAPTAIN O CAPTAIN Jean-Luc rekrutiert, der im Einspieler mit der deutschen Filmsynchronstimme sagt, worauf es in Star Trek ankommt, was es, die Welt ausmacht. Da war ich sofort Feuer und Flamme.
Und mit diesem Beitrag begann auch meine „Star Trek-Podcast-Karriere“, wenn auch nur als interpassiver Rezipient. Das aber hellhörig wie ein Ferengi mit dem im Beitrag erwähnten TrekCast, der Star Trek-Podcast, der zum Glück nur durch New Trek verstummt schien, weil mein TrekCast-Feed verhungert war:)) Sprich, den gibt es immer noch, wenn auch in stark gedrosselter und angesichts von New Trek wohl recht illusionslosem Erscheinungsrhythmus. Das Trio trekkinale hat mich Folge für Folge zurück in die Zukunft geführt. Und DLF-Beitragsautor Benjamin Schulz hat in TrekCast-Folge 55 seinen Auftritt und musste Rede und Antwort stehen zum – schwierigen – Verhältnis von Star Trek und die Medien!? Vor allem also zur Frage, wieso das andere Star so krass dominanter medial rezipiert wird, obwohl (oder weil?) es da doch bloß um Krieg geht…
Und ein anderer Kreis schließt sich auch via TrekCast: besagter Sebastian Stoppe ist nicht erst seit kürzlich medienbekannter und –aktiver Trekkie, der für seine leidenschaft vorspricht. Nein, in TrekCast 40: Star Trek und die Politik diskutiert er die politischen Visionen und Axiome in Star Trek, worüber er sogar Akademiker geworden ist. Ein Thema, das mehr als genug für einen eigenen Beitrag ist…
Und abschließend dann noch Ehre, wem Ehre gebührt. Nämlich dem zweiten Star Trek-Podcast, auf den ich stieß, der zum Teil bis zu phänomenalen DREI STUNDEN aufgenommen hat, um pro Folge eine volle Staffel Voyager komplett (alle sieben) und Deep Space Nine leider bis heute unvollständig (fünf von sieben) großartig zu besprechen: Rewatch-Podcast mit Lucy und Iris! Wenn jemand weiß, wie man die beiden reaktivieren kann, welchen Wein sie wollen, um ihn trinkend doch nochmal wieder weiter aufzunehmen….!? BTW: Ja, inzwischen ist drei Stunden der neue Standard, in der Zeit man eine einzelne Folge gerade so mit Begrüßung besprochen bekommt;-) Grüße an anderswann referenzierte Podcasts solcher Längen.
PS Zitat schlechtin, über das ich gestolpert bin: „Es geht um eine dysfunktionale Familie im Weltraum, die irgendwie zusammenhalten muss.“ DAS SOLL STAR TREK SEIN???????